Rezension: „Schwarze Reihe 2. ÄP Examen Frühjahr 2011“

2. ÄP Examen Frühjahr 2011Die Schwarze Reihe gehört mittlerweile bei fast jedem Studenten zur „Standardausrüstung“ in der Examensvorbereitung. Das liegt natürlich vor allem daran, dass es kaum etwas Besseres gibt als Altfragen aus vorangegangen Examina, um den eigenen Wissensstand zu prüfen und sich mit den Fragestellungen Vertraut zu machen.

Die Schwarze Reihe des zweiten Staatsexamen im Frühjahr 2011 enthält alle 320 Originalfragen inklusive der Lösungen (in der Fußzeile einer jeden Seite) und Kommentare am Ende des Buches.

Dabei sind in dieser Auflage die Fragen nicht etwa nach den Fächern oder Themen sortiert, wie es in manch anderen Schwarze-Reihe-Ausgaben gehandhabt wird. Was auf den ersten Blick etwas hinderlich erscheint, macht auf den zweiten mehr Sinn, bedenkt man doch die Möglichkeit des originalgetreuen Prüfens des eigenen Wissenstand und Zeitmanagments, die einem dadurch gegeben wird.

Im Kommentars-Teil des Buches werden jeweils alle 5 Antwortmöglichkeiten der Fragen erläutert. Dies geschieht leider nicht immer gleich gut und so sollte man doch am besten noch das ein oder andere Nachschlagewerk oder das Internet zur Hand haben, um manche Erläuterung nachzuvollziehen.

Fazit:

Für Studenten, die lieber mit einem Buch vor sich kreuzen möchten, bietet die Schwarze Reihe alles, was man für den Feinschliff vor dem Examen braucht. Allerdings gibt es auch viele, die lieber am Laptop mit der Mediscript-CD die Fragen durchgehen. Zumal dort gleichzeitig die Möglichkeit besteht, die Fragen nach den Fächern zu ordnen, was ebenfalls in den fächerspezifischen Ausgaben der Schwarzen Reihe gegeben ist.

Kurzinfo:

Autor(en):S. Bartel-Friedrich et al.
Verlag:Thieme
Auflage:1.
Erscheinungsjahr:2011
Seitenanzahl:240
Abbildungen:
50
Preis:24,99 €

Rezension: „Duale Reihe Anamnese und Klinische Untersuchung“

Duale Reihe Anamnese und Klinische UntersuchungViele Studenten bemängeln während den vorklinischen Semestern die fehlende Praxis. Dieser Aspekt ändert sich nach dem Physikum schlagartig, wenn man im UkliF-Kurs (Untersuchungskurs der klinischen Fächer) oder einer Famulatur endlich das große Theoriewissen in die Tat umsetzten kann. Wichtig ist dabei natürlich, dass genaue Vorgehensweisen bei Anamnese und der Untersuchung sitzen.

Die Duale Reihe „Anamnese und klinische Untersuchung“ von Hermann Sebastian Füeßl und Martin Middeke ist ein ausführliches Lehrbuch mit vielen Praxistipps und guten Erklärungen.

Das Buch ist dem Duale-Reihe-Prinzip (zusätzlich zum ausführlichen Text in der Seitenmitte noch eine verkürzte Fassung am Rand) getreu gestaltet und gliedert sich in 3 Teile: Es beginnt mit einem allgemeinen Teil mit Grundlagen für die Arzt-Patient-Beziehung, Anamnese und Untersuchungsmethoden, der sich sehr leicht liest und dem Leser direkt eine gute Basis für die grundlegenden Eckpfeiler einer umfassenden Diagnostik gibt. Das 2. Kapitel beinhaltet 113 verschiedene Blickdiagnosen mit jeweils einer kurzen Erläuterung neben dem Bild. Da die zu den Blickdiagnosen passenden Krankheitsbilder meist nicht so selten sind, ist dieser Teil besonders interessant und wird auch gerne von Ärzten bei UkliF-Kursen oder der anschließenden OSCE-Prüfung (Objective structured clinical examination) abgefragt. Abschließend weden im 3. Teil alle Organsysteme und die Untersuchung von Kindern und Bewusstlosen im Detail erläutert. So kann man als Student fächerübergreifende Untersuchungsmethoden und -hinweise lernen, also nicht nur aus der Inneren Medizin, sondern beispielsweise auch aus der Orthopädie oder der Dermatologie.

Auf der hinteren Seite des Einbandes erhält der Käufer außerdem noch eine DVD mit Herz- und Lungenauskultationen und einem Film einer kompletten körperlichen Untersuchung. Zusätzlich zum Text und den vielen aussagekräftigen Bildern wird einem das Wissen so auch noch per Video präsentiert.

Fazit:

Die Duale Reihe „Anamnese und klinische Untersuchung“ ist ein rundum gelungenes Lehrbuch. Zusammen mit der beiliegenden DVD eignet es sich hervorragend zum Erlernen der wichtigsten Untersuchungsmethoden und hilft dem Studenten enorm, sich eine strukturell und fachlich sinnvolle Anamnese zurecht zu legen. Das ist im Studium besonders wichtig für Untersuchungskurse wie den UkliF-Kurs oder das OSCE, für das man mit dem Buch und ein paar Kommilitonen die Prüfungssituation perfekt simulieren kann.

Kurzinfo:

Autor(en):Hermann Sebastian Füeßl, Martin Middeke
Verlag:Thieme
Auflage:4.
Erscheinungsjahr:2010
Seitenanzahl:516
Abbildungen:
675
Preis:44,95 €

Rezension: „Taschenlehrbuch Biochemie“

Taschenlehrbuch BiochemieWie schon die Taschenlehrbuchausgabe der Physiologie, so erinnert auch die der Biochemie abgesehen vom Format (DIN A5) kaum an ein klassisches Taschenlehrbuch. Auf über 900 Seiten wird das Vorklinik-Fach mit hoher Genauigkeit und Akribie behandelt.

Das Ziel, das sich die Autoren gesetzt haben, können sie umsetzten und so erkennt man die deutliche Struktur des Buches, die von den Grundprinzipien und dem Allgemeinen immer mehr ins Detail geht. Spätestens in den letzten paar der 27 Kapiteln wird das Zusammenspiel der einzelnen Organsysteme und ihrer biochemischen Abläufe, zum Beispiel über Proteine, deutlich erkennbar. Im Gegensatz zu so manchem anderen Lehrbuch fällt es leichter, die wichtigen Fakten, die auch oft vom IMPP abgefragt werden, herauszufiltern.

Der Erklärstil ist durchweg einängig und schnörkellos. Das Taschenlehrbuch Biochemie verfügt über ein paar Abbildungen weniger als sein Vorgänger aus der Physiologie, aber bei ca. 400 farbigen und übersichtlichen Grafiken, kann man trotzdem nicht meckern. In vielen Biochemie-Lehrbüchern kommen die klinischen Aspekte zu kurz, sodass das Fach sehr leicht theoretischer erscheint als es in Wirklichkeit ist. Im Püschel hingegen kommt dieser Missstand selten zu Tage und nicht zuletzt durch das Kapitel Pathobiochemie kommt er in Sachen „Praxisbezug“ stark an den Horn heran.

Aufpassen sollte man beim Markieren: Auf den Hochglanzseiten hält sich der Textmarker nicht so gut und wenn man ihn nicht trocknen lässt, kann es zu Verschmierungen kommen.

Fazit:

Trotz des durchaus gelungenen Gesamtkonzepts, dürfte es dieses Lehrbuch schwer haben, sich gegen die arrivierten durchzusetzen. Natürlich findet man alle Themen und Schwerpunkte auch in diesem Taschenlehrbuch, aber die Dozenten arbeiten ihre Vorlesungen mit den großen Nachschlagewerken aus, wodurch eine bessere Vergleichbarkeit gegeben ist, wenn man sich diese zu Gemüte führt.
Für Studenten aber, denen ein Kurzlehrbuch zu grundlegend und ein großes Nachschlagewerk zu unhandlich oder zu ausführlich ist, bildet der Püschel sicherlich eine willkommene Alternative, die es versteht, trotz der Detailtreue nicht den roten Faden vermissen zu lassen.

Kurzinfo:

Autor(en):Gerhard P. Püschel et al.
Verlag:Thieme
Auflage:1.
Erscheinungsjahr:2011
Seitenanzahl:928
Abbildungen:
400
Preis:34,95 €

Rezension: „Duale Reihe Anatomie“

Duale Reihe AnatomieWenn man das Medizinstudium beginnt, ist das für viele ein neuer Lebensabschnitt, der erst einmal mit einigen Veränderungen und Umstellungen verbunden ist. Fachliche Neuerungen bringt in den ersten Monaten vor allem die Anatomie mit ihrer eigenen Terminologie und jede Menge Faktenwissen.

Umso wichtiger ist es, sich ein Lehrbuch zu kaufen, das einen als Erstsemester genau dort abholt, wo man sich vom Wissenstand her befindet. Die Duale Reihe Anatomie ist ein solches Buch.

Die ersten Seiten gehören einer ausführlichen Einleitung in die Begriffe und Lagebezeichnungen der Anatomie. Durch die Verwendung vieler plastischer Abbildungen der Prometheus-Atlanten ist das gesamte Buch illustrativ ansprechend gestaltet. Der Inhalt deckt dabei ein sehr weites Feld ab und behandelt sowohl makroskopische und mikroskopische Anatomie (Histologie) der Extremitäten, Inneren Organe und des Kopf / Hals -Bereichs, als auch die zu den einzelnen Organen oder Körperregionen passende Embryologie. Viele Fragen werden so gleich in einem Buch beantwortet, auch wenn man für die Histologie wohl zusätzlich noch ein eigens dafür verfasstes Lehrbuch kaufen sollte. Je nach Anforderung des Dozenten gilt dasselbe auch für die Embryologie.

Natürlich findet wieder das bewährte Duale-Reihe-Prinzip seine Anwendung, wodurch es neben den ausführlichen Erklärtexten in der Mitte auch ein kleines Repetitorium der wichtigsten Inhalte am Seitenrand gibt. Der Text an sich ist im Großen und Ganzen eingängig geschrieben, auch wenn an dem Buch viele verschiedene Autoren geschrieben haben.

Im Vergleich zur 1. Auflage wurden einige inhaltliche Fehler korrigiert. Ebenfalls neu sind die praktischen Klappseiten des Umschlags, auf denen sich neben einem groben Inhaltsverzeichnis Grundlagen wie eine Übersicht über die Dermatome, Lage- und Achsenbezeichnungen oder der histologische Aufbau der Gefäßwand befindet. Leider gibt es das 1240 Seiten umfassende Buch immer noch nicht in einem festen Einband, sondern nur in einem kartonierten Umschlag, wodurch es leicht an Stabilität (z.B. für den Transport in einer Tasche) fehlt.

Als Vor- und Nachbereitung des Anatomie-Kurses (Präpkurs) eignet sich hervorragend die in dem Buch befindliche DVD mit interaktivem Präpkurs.

Fazit:

Die Duale Reihe Anatomie beinhaltet ein sehr breites Spektrum an Wissen aus allen Teilen der mikro- und makroskopischen Anatomie. Durch eine sehr gute Einleitung ist sie besonders für Erstsemester geeignet, die sich erst einmal mit den Begriffen und Lagebezeichnungen in der Anatomie zurecht finden müssen. Legt man sich dieses Lehrbuch gleich zu Beginn des Studiums zu, hat man von Anfang an ein den Gegenstandskatalog komplett abdeckendes Nachschlagewerk, das einem bis zur 1. ärztlichen Prüfung (Physikum) und evtl. auch noch im klinischen Studium bei jeder anatomischen Fragestellung brauchbare Dienste erweisen kann.

Kurzinfo:

 Autor(en): Gerhard Aumüller et al.
 Verlag: Thieme
 Auflage: 2.
 Erscheinungsjahr: 2010
 Seitenanzahl: 1240
 Abbildungen:
 1822
 Preis: 64,95 €

Vorschau: Die ersten Rezensionen

Aufgrund der großen speziellen Nachfrage, gibt es hier eine kleine Liste von Lehrbüchern, die in den kommenden Wochen von uns rezensiert werden:

  • K. J. Bühling, J. Lepenies, K. Witt: 
    Intensivkurs: Allgemeine und Spezielle Pathologie
    (4. Auflage, Elsevier)
  • M. Wetzke, C. Happle:
    BASICS Bildgebende Verfahren (2. Auflage, Elsevier)
  • T. Schiergens:
    BASICS Chirurgie (1. Auflage, Elsevier)
  • H. Renz-Polster, S. Krautzig, J. Braun:
    Basislehrbuch Innere Medizin – Studienausgabe (4. Auflage, Elsevier)
  • R. Berchtold, H.-P. Bruch, O. Trentz:
    Berchtold Chirurgie (6. Auflage, Elsevier)
  • M. Reiser, F.-P. Kuhn, J. Debus:
    Duale Reihe Radiologie (3. Auflage, Thieme)

Vorschau: Die ersten Rezensionen Vorschau: Die ersten Rezensionen Vorschau: Die ersten Rezensionen Vorschau: Die ersten Rezensionen Vorschau: Die ersten Rezensionen Vorschau: Die ersten Rezensionen